Kontext

Die Wälder der Großregion nehmen 2.375.000 Hektare, mehr als ein Drittel des Territoriums, ein und stellen damit ein großer Reichtum dar. Seit langem ist die Region sich der Notwendigkeit einer nachhaltigen Bewirtschaftung bewusst. Es hat sich dort eine starke Forstwirtschaft entwickelt, bei der die soziale Rolle des Waldes (Erholungsraum, Landschaftsgestaltung) besonders betont wird und die Umweltaspekte (Fauna, Flora, Boden, Wasser...) leidenschaftlich verteidigt werden. Es ist die Aufgabe von Rheinland-Pfalz, Saarland, dem Großherzogtum Luxemburg, der Wallonie und Lothringen, sich für die Erhaltung ihrer Wälder einzusetzen.

Jedoch sind zurzeit viele Hunderttausende unterschiedliche öffentliche Waldbesitzer und Privatwaldbesitzer für die Bewirtschaftung der Wälder zuständig. Ihr Besorgnis über die Bewirtschaftung der Wälder ist stark davon abhängig, ob sie öffentliche Waldbesitzer sind, die von einer Struktur, deren Aufgabe die Verwaltung ihrer Wälder ist, unterstützt werden (Office National des Forêts/Forstamt, Département de la Nature et des Forêts, Landesforsten Rheinland-Pflaz, SaarForst, Administration de la Nature et des Forêts/Natur- und Forstverwaltung) oder ob sie Privatwaldbesitzer sind, die über eine mehr oder weniger ununterbrochene Waldfläche verfügen. Bei ihnen kann das zugemessene Interesse je nach Einzelfall oder den persönlichen Zielen sehr unterschiedlich sein. 

Das Gesamtbudget des Regiowood II-Projekts beläuft sich auf 4 260 430,92 EUR, finanziert von Europa (60% von EFRE), von der Wallonischen Region (30%) und von anderen Durchführungspartnern des Projekts (10%). 

 

Herausforderungen

Im gegenwärtigen Kontext, der hauptsächlich von einer großen Nachfrage nach Holz seitens der Wirtschaftsakteure gekennzeichnet wird, wird in den Wäldern der Großregion viel Holz geschlagen. Das ist eigentlich kein Grund zur Sorge, denn die Nadelbestände, die hauptsächlich nach dem Zweiten Weltkrieg angepflanzt wurden, sind heute zur Reife gelangt. Es ist normal, dass sie jetzt genutzt werden, aber um eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder zu gewährleisten, muss natürlich nach jedem Holzschlag aufgeforstet werden. Was die Laubbäume betrifft, dauert es viel länger, bevor sie abgeholzt werden und ist die Nachfrage weniger hoch. Trotzdem ist die Wiederaufforstung der Holzbestände auch ein geteiltes Besorgnis. Weil die bestehenden Waldbestände altern, muss ab jetzt die Regeneration vorgegriffen werden, bestmöglich betreut werden, wobei auch den Unsicherheiten, wie der globalen Erwärmung oder dem Druck des Wilds, Rechnung getragen werden muss.

Der Wald lebt sehr lange. Allerdings gilt: Was jetzt nicht umgesetzt wird, wird später schwere Folgen haben und zu einem Mangel an Material, einer Verarmung der Multifunktionalität der Wälder, einem erheblichen Versäumnis der Grundsätze der nachhaltigen Bewirtschaftung führen. Die klimabedingten Risiken, die ansteigende Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung, die Rezessionskrise bei den forstwirtschaftlichen Investitionen, der ansteigende Druck des Wilds und die Umweltauswirkungen sind alle Sorgen, die alle unterschiedlichen Gebiete der Großregion betreffen.

 

Ziele

Um eine Antwort zu bieten, wurde eine grenzüberschreitende Initiative ergriffen: das Projekt INTERREG VA Großregion Regiowood II. Um eine Antwort auf die heutigen Herausforderungen zu finden, streben die Mitglieder des Regiowood II-Teams danach, Tools für die Überwachung und Datensammlung bezüglich der Waldbewirtschaftung zu entwickeln, um die nachhaltige Bewirtschaftung des Privatwalds zum Nutzen der Großregion und Ihres Naturerbes zu stärken.

Dazu haben zwölf Waldbewirtschaftungsorganisationen mit Unterstützung von 5 anderen belgischen, deutschen, luxemburgischen und französischen Partnern ihre Fähigkeiten vereint, um dieses Projekt zu realisieren. Auf diese Weise werden von 2017 bis 2019 zahlreiche Maßnahmen über unterschiedliche Themen auf das Territorium der Großregion umgesetzt: Waldmonitoring, Vertrag zur Walderneuerung, Tools für eine nachhaltige Bewirtschaftung und Widerstandsfähigkeit der Wälder.

 

Einige Zahlen

  • 11 Partner aus 4 unterschiedlichen Ländern (Deutschland, Belgien, Frankreich, Großherzogtum Luxemburg), welche von RND, dem Projektleiter, koordiniert werden.
  • 3 Projektjahre (vom Januar 2017 bis zum Dezember 2019).
  • Ein Budget von 4.260.430,92 EUR.
  • 4 Aktionscluster.

 

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